Reinickendorf Raccoons

Raccoons: Perverse Machenschaften in der TOHL

Raccoons: Perverse Machenschaften in der TOHL

Zwei Wochen lang ruhte der Puck in den Hallen der TOHL. Spätsommerpause. Seit letzten Mittwoch hat das Warten der Fans endlich ein Ende - die beste Liga der Welt bittet nun wieder zum Tanz.
Gerade aus der Pause gekommen, schrieb die Liga direkt wieder ihre Geschichten. Von Überraschungserfolgen (die Hawks gewinnen bei den Brokers), Defensiv-Spektakeln (nur ein Tor bei der Partie Reapers gegen die Knights) bishin zu Kantersiegen (die Raptors fegen die Shadows mit 5:0 vom Eis) war viel schönes dabei.

Nun ist die Liga jedoch in Schockstarre verfallen. Hans Hammerhart von den Reinickendorf Raccoons ist dem Tod nur knapp entkommen. Ein hinterhältiger Angriff eines norwegischen "Sportlers" kostete Hammerhart beinahe das Leben.

Beim Stand von 5:1 in der 59. Minute war es geschehen. Die London Shadows schickten noch einmal ihren Nachwuchsverteidiger Per Vers auf die Eisfläche. In seinem erst siebenten Saisonspiel schnappte sich der Norweger Hammerhart und schlug ohne jede Vorwarnung gegen dessen Hinterkopf. Hammerhart fiel sofort bewusstlos auf das Eis.

Was dann folgte, ist mit Worten kaum wiederzugeben. Man hat ja schon die eine oder andere blutige Schlacht auf Eisflächen miterleben dürfen, aber wie Vers auf den bewusstlos am Boden liegenden Hammerhart einschlug, spottet nun wirklich jeder Beschreibung.

Gerade als man dachte, schlimmer könne es nicht werden, setzte Vers zum Finale Furioso an und brach Hammerhart mit einem gezielten Stockschlag zunächst beide Schienbeine, ehe er mit der Kufe seines rechten Schlittschuhs Hammerhart zwei Finger der rechten Hand abtrennte und mit diesen in der Hand winkend eine Ehrenrunde drehte. Widerlich, unfassbar oder schlicht und ergreifend: Per Vers.

Angesichts der Schwere der Verletzungen Hammerharts ist es nicht verwunderlich, dass die Ärzte aktuell keine Aussage treffen können, wann und ob Hammerhart überhaupt je wieder auf das Eis zurückkehren können wird. Die fünf-Spiele-Sperre gegen Vers wirkt bereits wie ein Hohn, doch nun liegen den Reinickendorf Raccoons weitere brisante Details zu diesem Vorfall vor, die die Weltöffentlichkeit in ihren Grundfesten erschüttern wird.

"Wir haben uns gleich gewundert, warum die Shadows überhaupt einen Spieler wie Vers aufstellen. Der junge Mann hat ja bekanntermaßen nicht einmal im Ansatz TOHL-Qualitäten. Es stand sofort der Verdacht im Raum, dass er einzig und allein zum Einsatz kam, um gezielt gegen Hammerhart vorgehen zu können", so GM Sly23. "Wir haben alle Hebel in Bewegung gesetzt, den KGB eingeschaltet - und waren dann doch einigermaßen geschockt, als die Herren Horchov und Guckov gestern Abend in unserer Geschäftsstelle Bericht erstattet haben", so Sly23 weiter.

Über Details der Recherche-Ergebnisse des KGB wollte Sly zwar keine Aussagen treffen, doch dem TOHL-Magazine liegen in der Zwischenzeit Dokumente vor, die belegen sollen, dass beim o.g. Aufeinandertreffen der Shadows und Reapers Per Vers und GM Tim samt Alex Petrow im Schlepptau nach Spielschluss lange zusammengesessen haben. Eine Videokamera soll das Trio hierbei filmisch festgehalten haben. Kontoauszüge Vers' belegen, dass es am vergangenen Freitagmorgen einen nicht unerheblichen Geldfluss aus Bietigheim nach London gegeben hat.

Offenbar handelt es sich um den größten Racheakt der Eishockeygeschichte. Wir erinnern uns, dass Petrows Wechsel zu den Raccoons gescheitert war. Durch einen ungeschickten Zufall verletzte er sich kurz darauf im direkten Duell mit den Raccoons - Hans Hamerhart wurde damals die Schuld zugewiesen.

Nun haben die Raptors also Per Vers für einen Vergeltungsschlag ins Boot geholt, um den tadellosen Sportsmann Hammerhart auszuschalten, während die Shadows als stummer Dritter das Spiel mitspielten. Alles andere wäre zum jetzigen Zeitpunkt reine Spekulation. Ein Drama, das unter dem Strich vor allen Dingen eines ist: Per Vers.


Mads Sakker
für TOHL Magazine

Samstag, den 14.September 2019 - 10:38 Uhr - Reinickendorf Raccoons

Zur Diskussion